Papierfabrik-Aus in Neu Kaliß: Wirtschaftsstandort Ludwigslust-Parchim wird fahrlässig geschwächt

Die Schließung der Papierfabrik in Neu Kaliß ist ein weiterer Beleg für das wirtschaftspolitische Versagen der Landes- und Bundespolitik. Statt verlässlicher Rahmenbedingungen für industrielle Wertschöpfung leiden Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin unter hohen Energiepreise, lähmender Bürokratie und politischer Realitätsverweigerung.

„Wenn ein traditionsreicher Standort für Spezialpapiere wie Neu Kaliß aufgeben muss, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis falscher politischer Prioritäten“, erklärt Theodoros Weiße für den FDP-Kreisverband Ludwigslust-Parchim. „Es ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, wenn Ministerpräsidentin Schwesig Millionenbeträge für aufwendige PR-Auftritte und Imagekampagnen – etwa auf der Grünen Woche in Berlin – ausgibt, während im eigenen Land energieintensive Betriebe wie die Papierindustrie keine Perspektive mehr haben“, so Weiße.

Die FDP Ludwigslust-Parchim fordert einen klaren Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik:

Energiepreise wirksam senken: Steuern, Abgaben und Umlagen machen den Strom in Deutschland künstlich teuer. Gerade für energieintensive Branchen wie die Papierherstellung ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit längst verloren gegangen.

Bürokratie konsequent abbauen: Unternehmen brauchen Planungssicherheit und Freiräume zum Produzieren – keine weiteren Berichtspflichten und Auflagen aus Schwerin und Berlin.

Industrielle Wertschöpfung priorisieren: Statt Geld in Selbstdarstellung und Eventpolitik zu stecken, muss das Land gezielt bestehende Standorte stärken und industrielle Kerne sichern.

„Mecklenburg-Vorpommern braucht keine weitere Imagekampagne, sondern eine Politik, die Industrie ermöglicht statt verdrängt“, so Weiße abschließend. „Wenn Schwerin jetzt nicht handelt, werden weitere Standorte folgen.“